Was die Zuschauer mit „Elternschule“ im Kino erwartet

Dietmar Langer im Gespräch zu „Elternschule“…

Der Dokumentarfilms „Elternschule“  kommt jetzt bundesweit in die Programmkinos.

Anderthalb Jahre ist Dietmar Langer samt Team auf der Station bei seiner Arbeit vom Filmteam und den Regisseuren des Films Ralf Bücheler und Jörg Adolph begleitet und aufgenommen worden. Wir möchten von Herrn Langer wissen, was uns eigentlich erwartet in dem Film.

Worum geht es in dem Film „Elternschule“?

Dietmar Langer: Der Film begleitet Eltern mit ihren Kindern durch die psychosomatische Therapie in der Kinderklinik. Man sieht verzweifelte Eltern, schwierige Situationen – man sieht aber vor allen Dinge, wie sich das Verhalten der Kinder und Eltern schrittweise verändert. Die therapeutischen Schritte zu beobachten ist schon sehr wertvoll – das zeigt der Film im Detail.

In dem Film sind nicht nur glückliche, fröhliche Themen – wie hat das Publikum bei den Filmpremieren reagiert?

Dietmar Langer: Es hat sehr gute Resonanzen und viel Respekt für unsere Arbeit gegeben. Das hat uns sehr gefreut. Man kann halt hautnah die positive Entwicklung der Familien sehen, die im Fokus des Films stehen.

Was erhoffen Sie sich von dem Film?

Dietmar Langer: Wir erhoffen uns mehr Verständnis für psychosomatisches Arbeiten. Das eröffnet Perspektiven. Psychosomatik hat ja nichts mit psychischen Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen zu tun. Wir verändern Stressmuster, ungünstig erworbene Verhaltensmuster. Das kann jeden treffen. Wir würden uns wünschen, dass deutlich wird, dass es zwischen Psychotherapie, klassischer Medizin und Psychiatrie noch einen Weg gibt: Den der Psychosomatik. Hier kann eingegriffen werden, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Angenommen Eltern haben jetzt Kinder, die keine chronische Erkrankung, Asthma, Allergien, Neurodermitis, chronische Schmerzen, Schlaf-/ Schreiprobleme oder Verhaltensauffälligkeiten haben und  gerne mehr über das Konzept der liebevoll konsequenten Erziehung erfahren möchten, ohne gleich in die Klinik zu müssen?

Dietmar Langer: Sie können sich mit uns in Verbindung setzen: Über mich, über die Selbsthilfegruppe Allergie- und umweltkrankes Kind. Dort sind viele Eltern im Hintergrund, die hochqualifizierte Tipps geben können, da sie ja selber durchs Programm gegangen sind. Wir bieten den Elternführerschein, Vorträge, Seminare an.

Was unterscheidet das Konzept der liebevoll konsequenten Erziehung von herkömmlichen Erziehungsprogrammen?

Dietmar Langer: Wie Erziehung so gehen sollte, demokratischer Erziehungsziel, wie geht Bindung, etc. das bieten ja alle Programme irgendwie an. Der entscheidende Unterschied zu diesen herkömmlichen Programmen ist bei uns sicher die jahrelange Erfahrung in der Psychosomatik. Das Programm ist durch die jahrelange Forschung und Entwicklung mit chronischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten entstanden. Wir arbeiten mit Stressmodellen. Dieses gesammelte Wissen ist die grundsätzliche Basis des Elternführerscheins.