Unreflektierte, üble und undifferenzierte Stimmungsmache….

Hasskommentare auf Hand
Erst informieren bitte, dann kommentieren! Foto: kebox

…. und alle steigen ein, weil sie vermeintlich mitleiden, weil die Geschichte ja sooo schrecklich ist… Und wer fragt nach, worum es tatsächlich geht? Machen Sie das im realen Leben auch so? Was würden Sie denken, wenn jemand über Sie mal eben verbreitet, dass Sie ein völlig inakzeptabler Mensch mit schlechtem Charakter sind und bekämpft werden müssen…? Quasi an den Pranger gestellt werden und tausende völlig wildfremde Menschen in den Kanon einsteigen und weiter auf Sie eindreschen…?! Nichts anderes passiert gerade – und immer wieder – auf diesem Kanal – unreflektiert „teilen“, „kommentieren“, unüberlegt Stimmungsmache, ohne über Konsequenzen nachzudenken.

Nie wirklich informiert

Wir würden uns wünschen, dass erst einmal nachgedacht wird bei aller üblen Hassrede im Netz. Gerade ist wieder ein Beitrag im Umlauf, der aus rein subjektiver Sicht (die entsprechende Verfasserin hat die Kinderklinik NIE von innen gesehen), geschweige denn mit einem der Ärzte, Therapeuten oder uns als Selbsthilfegruppe gesprochen. Sie beschimpft, verunglimpft Menschen, die sich sehr erfolgreich seit über 30 Jahren für das psychosomatische Behandlungskonzept einsetzen, das bei teuflischem Krankheitsgeschehen wie Neurodermitis, Asthma und Allergien Heilung auf dem Weg der Selbstheilung anbietet.
Die wird angekurbelt – und das Team der Station macht während des dreiwöchigen Aufenthaltes NICHTS anderes, als Eltern und/ oder Betroffene über die Mechanismen chronischen Krankheitsgeschehens aufzuklären, Betroffene zu schulen, sie liebevoll zu begleiten, wie man den chronischen Erkrankungen begegnen kann. 87 % sind geheilt nach ein bis zwei Jahren. Gelingt das nicht, haben sie zumindest gelernt, dem Krankheitsgeschehen nicht hilflos gegenüber zu stehen.

Hilfe für tausende Menschen

Wir können Ihnen tausende!!! Menschen nennen, die unsagbar dankbar sind, dass es diese Behandlung neben herkömmlichen Konzepten gibt. Sie haben Wissen, Kompetenz und einen Umgang mit ihren Kindern an die Hand bekommen, das den Familien wieder Sinn und Lebensqualität zurückgegeben hat.

Dankesbriefe

Wir könnten Ihnen hunderte von Dankesbriefen, Erfahrungsberichten zeigen, Gespräche zu ehemals Betroffenen vermitteln, die davon zeugen.

Also, liebe „Facebook-Community“ – erst einmal nachfragen – rufen Sie uns doch gern an, oder schauen sich unsere Seite www.allergie-und-umweltkrankes-kind.de an oder rufen die Ärzte, Therapeuten an – ALLE sind immer offen und da für ein Gespräch.
Wenn ich eine Meinung habe oder sie teile, frage ich doch erst einmal bei allen nach, was es mit dem Thema auf sich hat, oder??
Glauben Sie einfach unreflektiert alles, was man ihnen erzählt? Nein.

Aber auf Facebook dann doch…oder wie?

2 Comments

  • Lieber AUK, vor 19 Jahren war ich mit meinem damals 3jährigen Sohn in „Bad Gelsenkirchen“. Vorher hatten wir alles Mögliche und Unmögliche ausprobiert, der Speiseplan wurde immer eingeschränkter. Zum Schluss stand mein Sohn vor mir – ich hatte kurz vorher ein deutliches Nein ausgesprochen zu irgendeinem Verhalten – zog sich den Ärmel hoch und fing an, sich provokativ in der Ellenbeuge zu kratzen. Das war für mich ein Schlüsselmoment, mich von seiner Neurodermitis nicht mehr manipulieren zu lassen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon einen Termin zur Probeübernachtung. Zu Hause stand ich zwischen den Stühlen: Das Kind konsequent zu erziehen und ihm gesunde Grenzen zu setzen und dem Umfeld , insbesondere die Oma: „Ach, das arme Kind. Er leidet doch so, das kannst Du doch nicht mit ihm machen…..“. Genau da holte mich das Konzept ab. Gelsenkirchen war für mich die Erlaubnis, der Startschuss, Schritte zu gehen, die mir eigentlich klar waren, dich ich mir jedoch wegen Gegenwind nicht zutraute. Es ist so unendlich wichtig, Kindern mit Grenzen einen Rahmen zu stecken, in dem sie sich sicher fühlen. Es dauerte zu Hause noch eine Weile, aber heute ist unser Sohn ein selbstbewusster junger Mann. Von Trennungsängsten ist keine Rede mehr; was habe ich gejubelt, als er mit 3 Jahren in Gelsenkirchen das erste Mal alleine gerutscht ist, bis dahin saß er auf dem Spielplatz nur auf meinem Schoss, während seine 3 Jahre ältere Schwester auf sämtliche Bäume kletterte. Mittlerweile studiert er auswärts bei einem Arbeitgeber, bei dem Stress vorprogrammiert ist ohne jegliche Einschränkungen und hat ernährungstechnisch vernachlässigbare Abneigungen.
    Was ich jedoch in unserem nahen Umfeld beobachte bei insbesondere „alten“ Eltern ab 35 – 40 Jahren: Die Kinder werden auf ein Podest gestellt, behütet und vergöttert. Grenzen werden kaum gesetzt, da der Protest nicht ausgehalten wird (ja, es tut weh, wenn man vor die Wand = Grenze rennt, aber die dient dem Schutz!). In einem Fall steht zur Debatte, den mittlerweile 15jährigen Sohn wegen Schulverweigerung in ein Internat zu geben, weil die Eltern sich nicht mehr zu helfen wissen. Ein Kind wird im zweiten Schuljahr wegen aggressivem Verhalten Thema der Schulkonferenz. Die Eltern schieben dies auf ein angeblich neurologisches Problem, was man jedoch bei Beobachtung der Interaktion zwischen Mutter und Kind sehr schnell als Selbstlüge einstufen kann. Die Kinder geben die Richtung an und nicht die Eltern. Sehr bedenklich.
    Weiter bleibt mir unvergesslich ein Vortrag damals noch von Herrn Prof. Stemmann über Psychosomatik. Kurz vorher hatte ich gerade Psalm 32 gelesen. Dort heißt es in Vers 3: Solange ich meine Schuld (meine Sorgen, Unfriede mit mir und meinem Umfeld, der mich von Gott trennt) verschwieg, wurde ich von Krankheit zerfressen, den ganzen Tag habe ich nur gestöhnt. – Neue Genfer Übersetzung) Dazu einfach nur ein JA. Letztens Endes war der Aufenthalt die praktische Ausführung zu meinem favorisierten Erziehungsbuch, das „Elternbuch“ von Reinhold Ruthe, das aber leider nicht mehr aufgelegt wird.
    Ich denke immer noch gerne an den Aufenthalt zurück und bin froh, daß das Konzept erfolgreich weitergeführt wird.
    (Das war alles sehr kurz gefasst; ich bin nicht ein Mensch von vielen Worten drumherum 🙂 Ein dickes Lob an Euch alle!)

    • Liebe Frau Neumann,
      vielen Dank für Ihre Stellungnahme, Ihre Erzählungen und Ihr Lob 🙂 Ja, ich bin sicher, Sie sprechen uns allen, die wir ja sehr erfolgreich durchs Konzept gegangen sind, aus der Seele. Man bekommt in der Kinderklinik ein „Lebenskonzept“ mit auf den Weg, das psychosomatische Aspekte mit berücksichtigt und nicht nur am Symptom „herumgedoktert“ wird. Wir erfahren viel über Ernährung, Entspannung, liebevoll konsequente Erziehung und was es überhaupt auf sich hat mit dem chronischen Krankheitsgeschehen! Ihre Entstehung, Unterhaltung und dem Mobilisieren von Selbstheilungskräften. Und dass es funktioniert und wie das geht, davon können wir alle unsere ganz eigene Geschichte erzählen.
      Alles erdenklich Gute und herzliche Grüße,
      Frauke Döllekes

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