Selbstheilung bei Allergien – geht das?

Tagel mit Schriftzug Körper& Seele

Ja. Viele von uns haben es erlebt. Manche mit und manche ohne Klinikaufenthalt. Wie das sein kann und was wir lernen durften soll heute Thema sein.

Immer wieder sehen wir uns großer Kritik ausgesetzt, weil wir offen kommunizieren, dass Allergien, ja auch Neurodermitis und Asthma, heilbar sind. Die meisten von uns durften die psychosomatische Behandlung selber oder mit unseren Kindern kennenlernen und erfahren, dass die Erkrankungen innerhalb überschaubarer Zeitfenster gelindert bzw. geheilt worden sind. Es braucht eine Weile – im Schnitt anderthalb Jahre, aber es geht. Das Handwerkszeug haben wir an die Hand bekommen, um Selbstheilung möglich zu machen. Der Weg der praktischen Umsetzung, die nicht immer einfach ist, die beginnt dann zu Hause.

Trick ist, dass wir neu denken müssen. Die Neurodermitis ist keine wirkliche Hauterkrankung. Die Haut zeigt vielmehr ein Symptom, die Ursache aber liegt woanders.

„Unterschiedliches Denken bestimmt die Erkenntnis – die Gesellschaft denkt in „richtig oder falsch“, wobei das eine das andere ausschließt. Es gibt nur eine Wahrheit: Die Neurodermitis ist keine Hautkrankheit, sie ist ein somatisches Leiden“, schreibt Professor Dr. med. E.A. Stemmann in seinem Buch „Neurodermitis ist doch heilbar“. Das Denken in richtig oder falsch greift hier aber zu wenig. Vielmehr müsse polar gedacht werden. Warum? Erst Gegensätze erklären das Ganze. Es gibt Tag und Nacht, Freud und Leid, gesund und krank. Eines ohne das andere kann nicht existieren. Warum sollte das im Krankheitsgeschehen anders sein? Also muss beim somatischen Aspekt gleichermaßen der psychologische mit bedacht werden. Und schaut man da genauer hin, sieht man sehr schnell, was eigentlich Gefühle, Stress, ungünstige Bedingungen für einen enormen Einfluss auf uns haben.

Zahlreiche Selbstheilungen beweisen, dass die Allergien heilbar sind. Sicher kennen auch Sie diverse Menschen, die ihre Allergien verloren haben. Wir hören dann Sätze wie „Ich hatte mal Allergien“, „früher hatte ich Asthma“, „Als ich klein war, hatte ich Asthma“….  Und? Das ist Beweis genug, dass Allergien heilen können. Wäre es ein genetischer Defekt, würden die Symptome doch nicht verschwinden können.

Wie wir an diesem Selbstheilungsprozess aktiv mitwirken können, ohne dem teuflischen Krankheitsgeschehen ohnmächtig und handlungsunfähig gegenüber zu stehen – das durften wir lernen.

Und noch etwas hat uns die Augen geöffnet und unsere Sichtweise um eine Perspektive reicher gemacht: Es muss auch immer unterschieden werden zwischen akutem Krankheitsgeschehen und chronischem. Das ist ein großer Unterschied. Sind die Kinder akut krank, müssen wir anders „behandeln“ als bei chronischen Erkrankungen. Ansonsten unterhalten wir nämlich unbewusst chronifizierte Prozesse und behindern den Selbstheilungsprozess. Diese polare Sichtweise hilft im Übrigen ganz und gar nicht nur bei Krankheit, sondern insgesamt im Leben. Egal, ob es ums Schlafen, Essen, Verhalten, gut leben und glücklich sein geht.

Dass eine Medaillenseite immer auch eine andere Seite hat, wissen wir. Nun ist es unsere Entscheidung, dies in unserem Leben und Tun immer öfter wahrzunehmen und zu beherzigen.

Gerne höre ich Ihre Meinungen zu dem Thema.

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