Bewegung – ein Muss, um Stresshormone abzubauen

Immer wieder neue Vorsätze fürs neue Jahr! Sprunghafte neue Mitgliedschaften werden in Fitnessstudios registriert, weil sich die Menschen mehr bewegen wollen. Ihnen ist meist bewusst und durch Ärzte zunehmend empfohlen, Bewegung in unsere Alltage einzubauen. Allerdings muss das nicht sein. Bewegung lässt sich mittels einfacher und kostenneutraler Methoden einbauen.

Selbstverständlich kann das auf vielfältige Weise geschehen. Aber zunächst einmal zu den Hintergründen, warum Bewegung so wichtig ist.

„Man betrachtet den Muskel als Kontraktionsmaschine, er ist aber weit mehr als das, wenn man das Nervengewebe und seine Funktionen in der Muskulatur berücksichtigt (Seytz). Nur 1/6 der Nervenfasern sind zuständig für die motorische Funktion des Muskels. 40 % bestehen aus sensorischen Nervenfasern, die mit dem Gehirn vernetzt sind und alle wichtigen Organ-Regelsysteme beeinflussen. Über hormonelle und vegetative Veränderungen, d.h. über Stress und Entspannung, die durch muskuläre Bewegung ausgelöst werden, lassen sich die positiven Auswirkungen von Sport auf die Psyche und das Immunsystem erklären. 40 % weiterer Nervenfasern sind zuständig für die Muskeldurchblutung und haben damit Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem“, beschreibt Professor Stemman in seinem Buch „Neurodermitis ist doch heilbar“.

Im Rahmen der Stressregulation, mit der in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen chronischen Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten wie Schreibabys, Kindern mit Schlafproblemen, Ess- und Fütterstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter zu Leibe gerückt wird, wird auf der psychosomatischen Station neben dem Autogenen Training als Aktiv-Entspannungsmethode ein spezielles Lauftraining gelehrt, das im Nachgang an den stationären Aufenthalt gut zu Hause in den Alltag eingebaut werden kann. Das Lauftraining reduziert die Stressbelastung und ist im Rahmen der Stress-Entspannungshintergründe eine gute Methode hier aktiv zu werden. Es ist kein Joggen, sondern vielmehr ein Wechselspiel von Gehen und Laufen in einem speziell aufgebauten Rhythmus.

Zusätzlich sollte ganz banal und praktisch im Alltag geschaut werden, dass mehr Bewegung eingebaut wird: Muss es der Aufzug sein oder geht auch die Treppe? Muss der kurze Weg zum Supermarkt oder Briefkasten mit dem Auto zurückgelegt werden oder geht das mit Fahrrad oder auch zu Fuß?

Bewegung insgesamt baut rein physiologisch Stresshormone ab. Eine gute Methode also, um sich insgesamt besser, fitter zu fühlen und ganz aktiv einen Beitrag zur besseren Immunabwehr zu leisten.

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